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Milien (Grießkörner): Ursachen und Entfernung

Wie entstehen Milien? Warum leiden mehr Frauen als Männer unter der Hautveränderung? Was kann man selber gegen die Grießkörner tun? Und ist ein Zucker-Peeling empfehlenswert? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Beitrag.

Basiswissen

Was sind Milien?

Milien, auch Grießkörner genannt, sind kleine Zysten, die direkt unter der Haut liegen. Sie bilden sich an den Talgdrüsenausgängen und können sich schnell vermehren. Meist treten sie einzeln oder zu Gruppen im Gesicht auf.

Prinzipiell können sie aber am ganzen Körper vorkommen. Die beige-gelblichen Knötchen bestehen aus einer Mischung aus Talg und Keratin (Hornmaterial). Das erklärt, warum Grießkörner so hart sind und mit der Zeit oft immer härter werden. Milien können in jedem Alter auftreten. Auch Kleinkinder oder Säuglinge können davon betroffen sein. Am häufigsten jedoch treten die weißen Pickelchen bei jungen Frauen auf.

Milien sind nicht ansteckend und stellen an sich keine Krankheit dar. Sie entstehen, wenn abgestorbene Hautzellen unter der Oberfläche der Haut eingeschlossen werden, was zu den kleinen Zysten führt. Die genaue Ursache für Milien ist jedoch nicht bekannt. Mediziner vermuten, dass eine erbliche Veranlagung eine ursächliche Rolle spielen könnte. Da vor allem Frauen Milien bekommen, könnten auch Hormone einen Einfluss auf deren Entstehung besitzen. Darüber hinaus werden Hautschäden als weitere Auslöser diskutiert.

Nicht gefährlich aber nervig

Während sich Milien bei Neugeborenen in der Regel von selbst wieder zurückbilden, bleiben sie bei Kindern und Erwachsenen eher bestehen. Zwar gibt es keinen medizinischen Grund sie zu entfernen. Da Milien aber häufig an den Wangen, den Schläfen und unter den Augen auftreten, stellen sie für die Betroffenen meist ein kosmetisches Problem dar.

Um Milien wieder loszuwerden, werden die Zysten mit einem kleinen Messer angeritzt und ausgedrückt. Wichtig: Der Vorgang sollte von einer erfahrenen Kosmetikerin oder einem Dermatologen durchgeführt werden. Denn besonders im Augenbereich ist die Gefahr groß, dass Narben zurückbleiben.

Ursachen

Wodurch entstehen Milien?

Milien entstehen, wenn abgestorbene Hautzellen unter der Oberfläche der Haut eingeschlossen werden. Es bilden sich kleine, harte Zysten unter der Haut, die mit Talg und Keratin (Hornmaterial) gefüllt sind.

Der eigentliche Auslöser aber, warum es zur Bildung von Milien kommt, ist nach wie vor unbekannt. Da Grießkörner in manchen Familien gehäuft auftreten, wird vermutet, dass eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielen könnte. Zudem könnten auch hormonelle Einflüsse die Entstehung von Milien begünstigen. Das würde auch erklären, warum gerade junge Frauen häufig von Milien betroffen sind. Zudem wird vermutet, dass Hautschäden deren Entstehung positiv beeinflussen.

Anhand dieser Ursachen unterscheiden Mediziner in sogenannte primäre und sekundäre Milien:

Primäre Milien treten ohne erkennbaren Anlass auf und heilen oft von selbst wieder ab. Da vor allem junge Frauen im Rahmen des Menstruationszyklus und Frauen während der Wechseljahre davon betroffen sind, vermutet man, dass primäre Milien durch Hormonschwankungen ausgelöst werden.

Sekundäre Milien treten oft nach einer Hautverletzung auf. Solch eine Verletzung kann zum Beispiel ein Sonnenbrand aber auch eine Entzündung sein. Zudem kann auch eine Abschürfung oder eine Schnittverletzung Milien nach sich ziehen. Außerdem wurde beobachtet, dass sekundäre Milien oft nach der Abheilung einer Gürtelrose (Herpes Zoster) entstehen.

Warum sind Grießkörner häufiger bei Frauen als bei Männern?

Der genaue Grund, wodurch Grießkörner (Milien) entstehen ist nach wie vor unbekannt. Experten vermuten, dass hormonelle Veränderungen zu den Milien-Ursachen zählen könnten.

Da Frauen häufiger Hormonschwankungen (z. B. im Rahmen des Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren) unterliegen als Männer, sind sie wahrscheinlich auch öfter von Milien betroffen.

Allerdings gibt es eine Ausnahme bei Neugeborenen: Kurz nach der Geburt neigen Jungen häufiger zur Milien als Mädchen. Grund dafür ist, dass Jungen stärker als Mädchen auf die mütterlichen Hormone reagieren, die während der Schwangerschaft und der Geburt auf sie übertragen werden. Meist aber bilden sich die Hautveränderungen bei Neugeborenen nach einigen Tagen bis Wochen von alleine wieder zurück. Bei Erwachsenen hingegen bleiben die kleinen Grießkörnchen oft über längere Zeit (oder dauerhaft) bestehen. Da Milien harmlos und kein medizinisches Problem sind, können sie problemlos von einer Kosmetikerin oder einem Dermatologen entfernt werden.

Primäre und sekundäre Milien

Primäre Milien bilden sich aufgrund von hormonellen Veränderungen. Sie entstehen in den Ausgängen von Schweißdrüsen oder in den Hautöffnungen (Follikeln) der Körperbehaarung. Typisch für primäre Milien ist, dass sie spontan und meistens im Gesicht (vor allem im Augenbereich) auftreten. Daher stellen sie für Betroffenen häufig ein kosmetisches Problem dar. Generell gilt: Nicht nur Frauen sondern auch Männer können von primären Milien betroffen sein. Zudem können sie in jedem Alter auftauchen. Das heißt, auch ältere Menschen können Grießkörner bekommen.

Sekundäre Milien hingegen entstehen durch Verletzungen der Haut. Zu Hautverletzungen, die Milien zur Folge haben können, zählen beispielsweise: Verbrennung, Entzündungen und Abschürfungen.

Symptome und Aussehen

Wie kann man Grießkörner von Mitessern unterscheiden?

Sowohl Milien als auch Mitesser (Komedonen) entstehen durch die Verstopfung von Poren. Allerdings lassen sich Milien aufgrund ihrer Optik relativ einfach von Komedonen unterscheiden.

Milien

Milien sind winzige feste Kapseln in der Haut, welche sich an den Ausgängen der Talgdrüsen bilden. Die Zysten sind mit einer Mischung aus Talg und Keratin (festigt Haare und Nägel) gefüllt. Das ist auch Grund dafür, warum Grießkörner so hart sind und im Laufe der Zeit immer härter werden. Milien treten meist im Gesichtsbereich auf (häufig im Bereich der Augen) und sind als weißlich-gelbliche Knötchen auf der Hautoberfläche erkennbar.

Im Gegensatz zu Mitessern sind die kleinen Pünktchen aufgrund ihrer weißen Farbe und geringen Größe (Durchmesser von ein bis zwei Millimeter) meist nur bei nahem Herangehen an die Gesichtshaut zu erkennen. Zudem ist Hautgrieß nicht entzündlich und verursacht auch keine Schmerzen. Für viele Betroffenen sind sie vielmehr ein kosmetisches Problem.

Mitesser (Komedonen)

Mitesser sind kleine sichtbare Pünktchen auf der Haut, die eine schwarze oder weiße Färbung besitzen. Sie entstehen, wenn der in der Talgdrüse produzierte Talg nicht mehr richtig abfließen kann. Mitesser befinden sich häufig im Gesicht (vor allem Nase, Stirn, Kinn) und am Oberkörper, insbesondere an Dekolleté und Rücken. In ihrer Beschaffenheit sind sie viel weicher als Milien.

Weiße geschlossene Mitesser äußern sich durch kleine, weiße Pünktchen unter der Haut und sind optisch relativ unauffällig. Gelangt jedoch Luft an den angestauten Talg (zum Beispiel beim Ausdrücken), kommt es zu einer Oxidation des im Talg enthaltenen Farbstoffes Melanin und der weiße Mitesser färbt sich schwarz. Schwarze Mitesser sind meist deutlich durch ihre dunkle, pigmentartige Form und Farbe (schwarzer Punkt) zu erkennen.

Behandlung und Entfernung

Wie entfernt man Milien oder Grießkörner?

Milien lassen sich nicht einfach wie ein Mitesser ausdrücken. Dafür sind sie zu hart und verkapselt. Um sie loszuwerden, müssen sie mit einem winzigen Schnitt geöffnet werden. Anschließend drückt man das Keratin-Körnchen heraus.

Der Eingriff sollte am besten von einer Kosmetikerin oder einem Dermatologen durchgeführt werden. Wer nämlich versucht die kleinen Pickelchen auf eigene Faust zu entfernen, muss mit Entzündungen und Narben rechnen.

Zudem ist es wichtig, die kleinen Zysten vollständig auszudrücken. Bleiben nämlich Reste in der Kapsel zurück, besteht die Gefahr, dass die Grießkörner wiederkommen. Außerdem verfügt der Hautarzt (oder die Kosmetikerin) über spezielle Instrumente, mit der die Milien professionell und ohne hässliche Narben entfernt werden können.

Zum Aufschneiden der Grießkörner wird meist eine scharfe Kanüle oder ein kleines Skalpell (Lanzette) verwendet. Anschließend wird die Zyste komplett aus der Haut herausgeschält. Beim Aufschneiden der Zyste entsteht zwar immer eine kleine Wunde, diese heilt aber in der Regel relativ rasch und ohne Narbe wieder ab. Bei der Kosmetikerin kostet die Milienentfernung mittels Lanzette etwa zehn Euro pro Stück. Beim Dermatologen werden bis zu 20 Euro pro Zyste verrechnet.

Wichtig: Milien, die rund ums Auge auftreten oder auf dem Augenlid gewachsen sind, sollte man wenn möglich immer von einem Dermatologen entfernen lassen. Denn die Haut um die Augen ist besonders dünn und empfindlich. Zudem kann der Hautarzt sicher feststellen, ob es sich tatsächlich um Milien handelt oder nicht etwa um eine andere Hautkrankheit.

Kann man Grießkörner selbst entfernen?

Prinzipiell ist es möglich, Grießkörner selbst zu entfernen. Allerdings gibt es dabei sehr vieles zu beachten, damit sich die Zysten nicht entzünden oder unschöne Narben zurückbleiben.

Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte besser eine geübte Kosmetikerin oder einem Dermatologen aufsuchen, um sich die kleinen, weißen Pickelchen professionell und ohne Narbenbildung entfernen zu lassen. Neben der richtigen Technik verfügt ein Hautarzt oder eine Kosmetikerin außerdem über die notwendigen Instrumente, die Grießkörner mit einem winzigen Schnitt herauszuschälen.Milien entfernen

Milien entfernen

Milien lassen sich nicht einfach ausdrücken. Um sie zu entfernen, müssen sie als Allererstes - und am besten durch den Fachmann - geöffnet werden. Zum Aufschneiden der Grießkörner benötigt man eine spezielle Nadel, ein kleines Skalpell (Lanzette) oder eine scharfe Kanüle. Anschließend wird das Keratin-Körnchen herausgerückt und die Zyste komplett aus der Haut herausgeschält.

Die vollständige Entfernung der Kapsel ist wichtig, damit die Grießkörner nicht wiederkommen. Da beim Aufschneiden der Pickelchen immer auch eine kleine Wunde entsteht, sollte man besonders auf eine sorgfältige Hygiene achten. Das bedeutet: Die Instrumente müssen vor und nach jeder Anwendung gereinigt, desinfiziert und gegebenenfalls sterilisiert werden. Nur so kann man sicher sein, dass keine Entzündung entsteht und die Wunde rasch und problemlos verheilt.

Wichtig

Größere Milien und Milien, die sich unter den Augen befinden, sollten in jeden Fall von einem Dermatologen entfernt werden. Denn die Haut im Augenbereich ist sehr dünn und empfindlich, wodurch es leicht zu Verletzungen kommen kann. Zudem ist es möglich, die Grießkörner mittels Lasertherapie zu entfernen. Die Kosten für die Behandlung werden leider nicht von der Krankenkasse übernommen, da es sich um einen rein kosmetischen Eingriff handelt. Für die klassische Methode, also per Skalpell, muss man beim Dermatologen mit Kosten um die 20 Euro pro Stück rechnen. Die Kosten für eine Laserbehandlung von Milien rechnet der Hautarzt mit rund 80 Euro ab.

Kann man Milien mit dem Laser entfernen?

Ja das ist möglich. Da es bei der Laser-Therapie normalerweise zu keiner Narbenbildung kommt, eignet sich die Laser-Behandlung besonders gut für Eingriffe im Gesicht. Da Milien nicht als Krankheit gelten, sondern lediglich ein kosmetisches Problem darstellen, müssen die Kosten (etwa 80 Euro pro Eingriff) für die Behandlung vom Patienten selbst übernommen werden.

Bei der Laserbehandlung wird mithilfe eines Lasers (beispielsweise einem Erbium-Laser) die oberste Hautschicht gezielt abgetragen. Durch das Laserlicht verdampft das Wasser in der Haut. Dabei werden die Milien vereinfacht gesagt mitgerissen. Da nur die oberste Hautschicht entfernt wird, kommt es bei der Lasertherapie kaum zu Blutungen. Lediglich etwas Wundschorf bildet sich.

Sobald die Wunde verheilt ist (in der Regel 3-5 Tagen nach dem Eingriff), fällt die Kruste ab. Die Haut, die sich darunter neu gebildet hat, ist nun frei von Zysten. Das endgültige Ergebnis kann allerdings erst nach mehreren Wochen beurteilt werden, wenn die Wunde vollständig abgeheilt ist. Der Eingriff selbst dauert je nach Größe des behandelten Areals nur wenige Minuten (zwischen 5 und 30 Minuten).

Wichtig: Nach der Behandlung sollte man für einige Tage lang nicht in die Sonne gehen, um die Wunde zu schonen und einen ungleichmäßigen Teint (unterschiedliche pigmentierte Flecken) vorzubeugen.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Da Hautgrieß keine Krankheit ist und es sich bei dem Eingriff um einen rein kosmetischen Eingriff handelt, trägt der Patient die Kosten für die Milien-Behandlung selbst. Patienten müssen mit etwa 80 Euro pro Sitzung rechnen. Eine Garantie dafür, dass die Grießkörner nicht wieder kommen, gibt es allerdings nicht. Denn sowohl bei der Laser-Therapie als auch beim klassischen, chirurgischen Entfernen der Knötchen mit dem Skalpell, handelt es sich um eine rein symptomatische Behandlung. Das heißt, der Arzt entfernt zwar die Milien, kann aber nicht garantieren, ob sich neue Zysten bilden. Im schlimmsten Fall ist mit einem neuerlichen Eingriff zu rechnen.

Hausmittel

Mit welchen Hausmitteln lassen sich Milien oder Grießkörner entfernen?

Es gibt einige Hausmittel, mit denen sich Milien auf natürliche Weise behandeln lassen. Um eine dauerhafte Besserung zu erreichen, sollten die Hausmittel regelmäßig angewendet werden.

Folgende Mittel kommen hierfür zum Einsatz:

Zuckerpeeling

Ein Zuckerpeeling hilft dabei, die Haut zu reinigen und abgestorbene Hautzellen von der Haut zu entfernen. Für die Zubereitung benötigt man zwei Esslöffel Kristallzucker, ein Esslöffel Olivenöl und den Saft einer halben Zitrone. Nachdem man die Zutaten gut vermischt hat, sollte die Mischung für ca. zwei bis drei Minuten in die Haut einmassiert werden. Das Peeling sollte etwa 20 Minuten auf der Haut einwirken, bevor man es wieder gründlich abspült. Es empfiehlt sich, die Anwendung zwei Mal pro Woche zu wiederholen.

Rosenwasser/Sandelholz-Creme

Eine Creme aus Rosenwasser und Sandelholz befreit die Haut vor überschüssigem Fett und hilft dabei die abgestorbenen Hautzellen schneller zu entfernen. Für die Zubereitung der Creme benötigt man zwei Esslöffel Sandelholzpulver, dass mit etwas Rosenwasser zu einer glatten Paste vermischt wird. Die Paste sollte ca. 15 Minuten lang auf der Haut einwirken. Die Anwendung sollte täglich durchgeführt werden.

Aloe Vera Gel

Das Gel öffnet die Poren und hilft dabei die Haut zu reinigen. Zudem besitzt es entzündungshemmende Eigenschaften. Wenn möglich sollte man das Gel täglich und am besten über Nacht einwirken lassen und erst am nächsten Morgen wieder abwaschen. Für die Anwendung wird frisches Aloe Vera Gel aus einem Aloe Vera Blatt auf die betroffenen Stellen einmassiert.

Gesichtsdampfbad

Ein Gesichtsdampfbad hilft dabei, die verstopften Poren zu reinigen. Denn durch das Schwitzen werden die abgestorbenen Hautzellen schneller entfernt und dadurch die Haut gereinigt. Für ein Gesichtsdampfbad füllt man einen Liter heißes Wasser in eine Schüssel. Anschließend bedeckt man den Kopf mit einem Handtuch und beugt das Gesicht ca. 15 – 20 Minuten über die Schüssel. Das Dampfbad kann mehrmals wöchentlich durchgeführt werden. Um die Wirkung zu verstärken kann auch etwas Apfelessig oder Rizinusöl dazugegeben werden.

Rizinusöl

Das Öl wirkt antibakteriell und hilft dabei, die übermäßige Ölproduktion der Haut zu kontrollieren. Bevor man das Öl (ca. ½ Teelöffel Rizinusöl) auf das Gesicht verteilt, sollte man es mit etwas Olivenöl (ca. ½ Teelöffel) vermischen. Die Mischung lässt man am besten über die Nacht einwirken. Das Gemisch kann täglich auf die Haut aufgetragen werden.

Wichtig

Diese Hausmittel können lediglich dabei helfen das Risiko für Milien zu verringern. Das heißt, wer zu Milien neigt, wird sie nicht ganz verhindern können. Zudem ist eine spezielle Hautpflege (z. B. das Verwenden von geeigneten Kosmetika auf Gelbasis, eine gründliche Reinigung der Haut sowie regelmäßige Massagen mit einer weichen Hautbürste) wichtig, um Milien vorzubeugen.

Prognose

Können Milien wieder kommen?

Leider ja. Selbst fachmännisch entfernte Milien können wiederkommen. Zwar ist die genaue Ursache dafür noch nicht eindeutig geklärt. Experten vermuten aber, dass Milien genetisch bedingt sind und daher jederzeit wieder auftauchen können.

Vor allem wer versucht die Grießkörner selbst zu entfernen läuft Gefahr, dass die Grießkörner immer wieder kommen. Das hat folgenden Grund: Wenn beim Entfernen von Grießkörner Reste der Kapsel in der Haut verbleiben, können die Milien wieder nachwachsen und sich erneut mit Keratin füllen. Wenn die Zyste hingegen komplett herausgeschält ist, tritt sie meist nicht mehr auf. Daher ist es besser, sich die Grießkörner von einem Dermatologen oder einer Kosmetikerin professionell entfernen zu lassen.

Zudem gibt es einige Mittel die dabei helfen, das Risiko für die Bildung von Milien zu verringern.

  • Gesicht gründlich reinigen
    Reinigen Sie Ihr Gesicht täglich mit warmen Wasser. Tupfen (nicht reiben!) Sie Ihr Gesicht nach dem Waschen sanft ab. Ein zusätzliches Peeling kann dabei helfen, die abgestorbenen Hautzellen zu entfernen, damit sich daraus keine kleinen Zysten bilden.
  • Regelmäßige Gesichtsmassage
    Massieren Sie Ihr Gesicht mit einer weichen Hautbürste. Das reißt die Hüllen der Milien auf, falls sie noch nicht zu hart und verkapselt sind. Gleichzeitig wird die Haut porentief gereinigt und sanft von feinsten Schüppchen befreit.
  • Keine fetthaltigen Kosmetika
    Verwenden Sie keine fetthaltigen Cremes oder schweres Make-up, denn sie verstopfen die Poren zusätzlich. Besser sind feuchtigkeitsspendende Gesichtscremes auf Gelbasis mit wenig Fett.
  • Gesicht ausreinigen lassen
    Gehen Sie regelmäßig ins Kosmetikstudio und lassen Sie sich Ihr Gesicht professionell ausreinigen. Dabei werden Milien die gerade entstehen meist problemlos entfernt.
  • Sonnenbrand vermeiden
    Vermeiden Sie einen Sonnenbrand oder zu viel Sonnenlicht. Denn bei zu viel UV-Licht können sich Milien verschlimmern. Schützen Sie Ihre Haut daher immer gut vor der Sonne.
  • Retinol
    Retinol hat leicht peelende Eigenschaften. Zudem hält es die Haut weich. Cremes mit Retinol können gezielt auf die Stellen, die von Milien betroffen sind, aufgetragen werden.

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Quellen:

  • Sterry W, Paus R. Venerologie, Allergologie, Phlebologie, Andrologie. Thieme Verlag. (2000)
  • Moll I. Dermatologie. Thieme Verlag. (2005)

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