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Gehirnerschütterung: Symptome und Behandlung

Was versteht man unter einer Gehirnerschütterung? Was sind die typischen Anzeichen? Und wie lange dauert es, bis ein Kind danach wieder in die Schule kann? Mehr zu diesen Themen lesen Sie in folgendem Beitrag.

Basiswissen

Was ist eine Gehirnerschütterung?

Vom Fahrrad stürzen oder auf der Treppe stolpern – die Möglichkeiten, eine Gehirnerschütterung zu bekommen, sind vielfältig. Typische Krankheitszeichen sind eine Bewusstlosigkeit von wenigen Minuten, Erinnerungslücken und Erbrechen.

Oft keine äußeren Zeichen

Wie der Name schon sagt, ist bei der Gehirnerschütterung das Hirn selbst betroffen, ohne dass die Haut oder der Schädelknochen verletzt sein müssen. Sie zählt somit zu der Gruppe der gedeckten Schädel-Hirn-Verletzungen (leichtes Schädel-Hirn-Trauma) und ist die leichte und häufigste Form eines Schädel-Hirn-Traumas.

In der medizinischen Fachsprache wird die Gehirnerschütterung auch Commotio cerebri genannt (lateinisch von commovere: erschüttern, bewegen und cerebri: des Gehirnes).

Symptome

Woran erkennt man eine Gehirnerschütterung bei seinem Kind?

Wenn ein Kind gestürzt ist, beginnt es normalerweise nach einer Schrecksekunde lauthals zu schreien. Hinweise bzw. Warnzeichen, die auf eine mögliche Gehirnerschütterung hindeuten, sind dagegen:

  • Bewusstlosigkeit (ggf. nur kurzzeitig)
  • größere sichtbare Verletzung: z.B. Platzwunde, Bluterguss oder Beule
  • anhaltende Übelkeit oder Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Störungen beim Sehen
  • getrübtes Orientierungs- oder Erinnerungsvermögen
  • bei Säuglingen auch auffallend: ruhigeres Verhalten, längeres Schlafen.

In diesen Fällen sollte Ihr Kind unverzüglich von einem Kinderarzt untersucht werden. Das gilt auch bei Säuglingen, die aus dem Bett, vom Wickeltisch oder aus dem Buggy gefallen sind. In leichteren Fällen können Sie Ihr Kind zu Hause über 3 bis 4 Tage beobachten.

Was sind typische Beschwerden bei einer Kopfverletzung?

Bei einer Kopfverletzung des Kindes hängen die Symptome und Auswirkungen natürlich wesentlich von der Intensität der Kopfverletzung ab. Die folgende Kurzübersicht kann nur als grobe Orientierung dienen:

  • bei leichten Unfällen: Anzeichen einer Gehirnerschütterung (kurzzeitiger Bewusstseinsverlust, danach Kopfschmerzen und Unwohlsein, aber ohne "dramatischere" Symptome)
  • bei schweren Verletzungen: Kopfschmerzen (sofort oder später), Erbrechen, allgemeine Verlangsamung, Bewusstseinstrübung (Schläfrigkeit, Apathie) bis Bewusstlosigkeit (Kind ist nicht mehr ansprechbar), eventuell Lähmungen und Krämpfe
  • eventuell bei offener Kopfwunde: Austreten von Blut oder klarer Flüssigkeit (Nervenwasser) aus Mund, Nase oder Ohr

In jedem Fall gilt: Bei einer Kopfverletzung Ihres Kindes, die mit einem der oben genannten Anzeichen einhergeht, sollten Sie umgehend einen Arzt rufen bzw. aufsuchen.

Wissenswertes

Muss ein Kind bei einer Gehirnerschütterung ins Bett? Und wann kann es wieder zur Schule oder in die Kita?

Das hängt vom Befinden und Verhalten Ihres Kindes ab: Wenn es sich nicht wohl fühlt oder sogar Schmerzen hat, wird es sich zurückziehen wollen und sollte entsprechend betreut werden. Dann ist auch Bettruhe empfehlenswert (aber nicht zwingend, wenn es nun gar nicht will).

Wenn Ihr Kind dagegen von sich aus spielend herumtollt, brauchen Sie es nicht unbedingt zu bremsen. Auf geplante Aktivitäten, wie beispielsweise einen mehrstündigen Spaziergang, einen Kindergeburtstag oder ein Wochenende bei den Großeltern, sollte allerdings zunächst verzichtet werden.

Wann wieder zur Schule oder in den Kindergarten?

Wenn sich Ihr Kind nach einer Gehirnerschütterung einen Tag lang ganz normal zu Hause verhalten hat, kann es am nächsten Tag normalerweise wieder zur Schule oder in den Kindergarten gehen. Stimmen Sie sich dazu sicherheitshalber mit dem Kinderarzt ab.

Achten Sie in den folgenden Tagen darauf, ob Ihr Sprössling bei den Schularbeiten eine ungewohnte Konzentrationsschwäche aufweist. Die kann manchmal wochenlang bestehen. Es ist sinnvoll, die Lehrer oder Kindergärtnerinnen dann entsprechend zu informieren.

Quellen:

  • Gehirnerschütterung (Commotio cerebri, Schädel–Hirn–Trauma). Herausgeber: Kinder- und Jugendärzte im Netz (2018). www.kinderaerzte-im-netz.de

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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