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Telmisartan (Micardis): Wirkung und Nebenwirkungen

Wie wirkt der Blutdrucksenker Telmisartan (Micardis®) auf das Herz-Kreislauf-System? Und welche Nebenwirkungen sind unter der Einnahme des Medikaments möglich? Mehr zu diesen Themen lesen Sie in folgendem Beitrag.

Wirkung

Wie wirkt Telmisartan (Micardis®)?

Telmisartan senkt den Blutdruck und schützt das Herz-Kreislauf-System. Es gehört in die Medikamentengruppe der Sartane, die auch Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker genannt werden.

Blutdrucksenkung durch Hormonblockade

Eine Hypertonie (Bluthochdruck) kann durch verschiedene Prozesse in Kreislauf und Hormonhaushalt ausgelöst werden. Unter anderem spielt das sogenannte Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, kurz RAAS, eine große Rolle. Das Hormon Angiotensin II ist dabei einer der Mitspieler, die den Druck im Gefäßsystem erhöhen können.

Dieses komplexe Zusammenspiel aus Hormonen bietet Forschern und Medizinern diverse Angriffsstellen, über die sie mit verschiedenen Medikamenten regulierend eingreifen können. Zu den Wirkstoffgruppen zählen zum einen die sogenannten ACE-Hemmer wie z.B. Ramipril, zum anderen die Sartane (oder Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker). Zu ihnen gehört Telmisartan. Sie reduzieren beziehungsweise blockieren die Wirkung von Angiotensin II und senken so den Blutdruck.

Schutz vor Herzinfarkten

Groß angelegte Studien konnten für einige ACE-Hemmern und Sartane neben der Blutdrucksenkung schützende Effekte bei Herz- und Nierenschwäche nachweisen. Auch Telmisartan wirkt ähnlich protektiv und reduziert durch die Blutdrucksenkung langfristig unter anderem das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Micardis® wird einmal täglich eingenommen, die Dosis beträgt 20, 40 oder 80 mg. Der bei ACE-Hemmern häufiger beschriebene trockene Reizhusten tritt wie bei allen Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern seltener auf.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Telmisartan (Micardis®)?

Wenngleich die Liste möglicher Nebenwirkungen von Telmisartan (Micardis®) lang ist, treten Komplikationen doch recht selten auf. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Anstieg von Kalium im Blut (Hyperkaliämie)
  • Infektionen zum Beispiel der Harnwege oder oberen Atemwege
  • Veränderungen des Blutbildes und Blutarmut
  • Einschränkung der Nierenfunktion oder Nierenversagen
  • niedriger Puls und Blutdruck (Bradykardie, Orthostase)
  • Schlaflosigkeit, Depression und Schwindel
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Rückenschmerzen
  • Brustschmerzen und Luftnot

Seltene Nebenwirkungen

Die oben beschriebenen Nebenwirkungen treten gelegentlich auf, das heißt bei maximal einer von 100 bis 1000 Personen. Weitere unerwünschte Effekte, die noch seltener vorkommen (bei einer von 1000 bis 10000 Personen) umfassen:

Gut verträgliches Medikament

Im klinischen Alltag kontrollieren Ärzte vor und während der Gabe von Telmisartan – wie auch bei anderen Mitteln derselben Wirkstoffgruppe – Nierenfunktion und Kaliumwert. Hier kann es im Verlauf gelegentlich zu Anstiegen kommen. Bei einer Nierenschwäche muss zudem unter Umständen die Dosis angepasst werden.

Das Angioödem, bei dem Schleimhäute von Lippen, Augen und Rachenraum teils lebensgefährlich anschwellen können, tritt bei Sartanen allgemein selten auf. Telmisartan ist insgesamt gesehen ein gut verträgliches Medikament.

Quellen:

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